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Naturerlebnis am Eichelsbach, Bund für Umwelt und Naturschutz will eine Kindergruppe aufbauen

aus: Allgemeine Zeitung Mainz vom 11.08.2005

von: Martina Heimerl



Bei der Exkursion des Bund für Umwelt und Naturschutz an den Eichelsbach schauten die Kinder nach Tieren und Pflanzen, die im Wasser leben. (Foto: Annette Nacke)

NACKENHEIM Wie verhalte ich mich in der Natur? Welche Tiere leben am und im Bach? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, trafen sich die Teilnehmer des Naturerlebnisses im Eichelsbachtal, ausgerüstet mit Lupe, Kescher und Gummistiefeln. Der Nachmittag am Bach war einer von vier Terminen, den die Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) im Ferienprogramm der Verbandsgemeinde Bodenheim Kindern im Grundschulalter anbietet. Ziel der Aktivitäten ist, im September eine BUND-Kindergruppe zu gründen, die sich regelmäßig trifft, um Natur zu erleben.


"Wer kennt denn den Brennnessel-Trick", fragte Annette Hombach von dem Naturschutzverband und zeigte den Kindern, wie man die Pflanzen ohne Schmerz anfassen kann. "Man muss feste zupacken, dann brechen die Brennhaare ab", erklärte sie. "Und wer weiß, welche Tiere die Brennnessel brauchen?" "Die Schmetterlinge", rief der achtjährige Nicholas Enders. Um sich kennen zu lernen, stellten sich die Kinder nicht nur vor, sondern fassten auch ihre Erwartungen an die Exkursion zusammen. Daniel Cahill war als erster an der Reihe:"Ich bin hier, weil man etwas über Pflanzen und Tiere lernen kann." Und genau darum ging es.

"Viele Kinder kennen Natur nur noch aus den Medien", sagte Frieder Stauder, Bezirksbeauftragter Rheinhessen-Pfalz des BUND. "Sie wissen, wenn sie ein Samentütchen in die Hand bekommen, gar nicht, was sie damit anfangen sollen. Das wollen wir ändern. Wir wollen Kindern ein aktives Kennen lernen, Sehen und Begreifen der Natur ermöglichen."


Annette Hombach leitet die Aktion "Regenwürmer beißen nicht", die seit Mai an Schulklassen und Kindergärten angeboten wird. Nur ein Drittel der Kinder sei es gewöhnt, in die Natur zu gehen. Dazu gehört auch die zwölfjährige Larissa Heep, die es interessant findet, wie Tiere in der freien Natur leben: "Wir haben unseren Garten am Feld, da kann ich ganz gut die Tiere beobachten. Außerdem gibt es ja bei uns in Bodenheim auch den Traumgarten."
Die BUND-Kreisgruppe brachte zur Bestimmung der Tiere ein Binokular mit. "Die Ausrüstung hat uns die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz gesponsert", sagt Annette Hombach. Einige Wassertiere ließen sich schon mit bloßem Auge gut bestimmen. So rief der siebenjährige Daniel: "Wir haben was ganz interessantes gefunden, das sieht aus wie ein Wasserskorpion." "Auch die gibt es hier im Eichelsbach", sagte Frieder Stauder.






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