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Die Brennnessel lässt sich überlisten, Kinder aus Gau-Bischofsheim lernen die Natur rund um ihre Heimatgemeinde erleben

aus: Allgemeine Zeitung Mainz im Juni 2005

von: Anke Gesie

GAU-BISCHOFSHEIM Mit dem Naturerlebnistag "Regenwürmer beißen nicht" wendet sich der BUND an Kindergärten und Grundschulen, um dort "Lernen durch Erleben" zu ermöglichen

Die Sonne scheint, Grillen zirpen und viele bunte Blumen wiegen sich im leichten Wind. Es duftet nach Kräutern und Kuhmist. Rund um Annette Hombach von der BUND Kreisgruppe Mainz-Bingen drängeln sich 21 Jungen und Mädchen. Sie erkunden beim Naturerlebnistag die Natur rund um ihre Heimatgemeinde. Gemeinsam mit geschultem Personal heißt es, sich mit Fernglas, Becherlupe und Bestimmungsbuch als Naturforscher zu betätigen.


Die Erstklässler der Astrid-Lindgren-Grundschule samt Lehrerin Simone Lang sind schnell Feuer und Flamme. Annette Hombach zeigt, wie sich Brennnessel berühren lassen, ohne dass es weh tut, und das wollen natürlich alle mal probieren. Auf einer großen Wiese steht schließlich das erste Spiel an, vorher werden Flora und Fauna unter die Lupe genommen. "Hey, guckt mal, ich habe einen Grashüpfer gefunden", tönt es hier, und dort will ein Kind wissen, wie der Käfer heißt, der gerade einen Pflanzenstengel erklimmt. "Das ist ein Soldatenkäfer", erklärt Annette Hombach und benennt noch den vorbeiflatternden Schmetterling und den Greifvogel, der über einem Feld seine Kreise zieht. "Bussarde, Turmfalken und Milane könnt ihr oft bei uns sehen", sagt sie zu den Schülern.


Dann wird "gearbeitet". Gruppenweise gilt es, die Namen einiger Pflanzen zu wissen, über die Annette Hombach zuvor informiert hat. Gar nicht so einfach. War das jetzt die wilde Möhre oder die Schafgarbe? Und das Grüne mit der violetten Blüte hieß doch Kornblume? Oder war es doch der Wiesenklee? Selbst die Erwachsenen müssen nachdenken. Außer Annette Hombach natürlich, die weiß auch, dass der grüne Busch unter dem Baum dort wilder Oregano ist. Die Kinder schnuppern, und: Tatsächlich, es duftet. "Das riecht wie Pizza", kräht einer der Knirpse.


Rike Stauder ist anlässlich des Naturerlebnistags der Gau-Bischofsheimer Kinder als Hospitantin dabei. "Ich kenne das Programm und wollte es live erleben", erklärt die angehende Erzieherin. Übrigens: Die besagten Regenwürmer fanden die Kinder kaum, denen wird es wohl zu trocken gewesen sein. Und auch Niklas, der fleischfressende Pflanzen zu seinen Lieblingsblumen erklärte, musste auf eine Begegnung mit ihnen verzichten. In Rheinhessen sind sie nicht heimisch, sagt Annette Hombach.


Der BUND möchte mit seinen Naturerlebnistagen die Sinne ganzheitlich ansprechen, Sensibilität schaffen und ökologische Bildung vermitteln. Langfristig ist in der Verbandsgemeinde Bodenheim an den Aufbau von Kindergruppen gedacht. Außerdem sollen Elternabende stattfinden, um über das Projekt "Regenwürmer beißen nicht", seine Ziele und Erfolge zu berichten.






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