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Der Natur auf der Spur

Kinder der Kindertagesstätte „Heilige Drei Könige“ in Bingen-Kempten wurden 2009 zu Entdeckern von Fauna und Flora direkt vor ihrer Haustür. Von April bis Oktober war Dipl. Biologin Alexandra Stevens vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) einmal wöchentlich mit den 4 bis 5-jährigen Kindern und ihren Erzieherinnen Gabriela Mandel und Silke Ohlig „Der Natur auf der Spur“. Die BUND Kreisgruppe Mainz-Bingen unterstützte dort erstmalig dieses Umweltbildungsprojekt.

Im Frühling wurden besonders die Insekten und Pflanzen unter die „Becher“lupe genommen. Exkursionen in die nähere Umgebung weckten die Neugier der Kinder auf unbekannte Tiere und Pflanzen. Nach und nach bauten sie so Berührungsängste mit den kleinen Krabbeltieren ab. Wildbienen leiden besonders wegen massiven Umweltveränderungen unter Wohnungsnot und Nahrungsmangel. So bastelten die Kinder mit Begeisterung viele Minihotels aus Blechdosen und Schilf für die wildlebenden Verwandten der Honigbiene.

„Rätsel und Geheimnisse“ rund um das Thema Wasser wurden in den Sommermonaten gelüftet. Mückenlarven, Schlammschnecken oder Bachflohkrebse in Wasserpfützen und im Rhein waren dabei für die Kinder genauso interessant wie spannende Wasserexperimente im Kindergarten oder das Bauen von kleinen Booten aus Natur- und Recyclingmaterialien.

Viel Spaß hatten die Kinder bei Experimenten, in denen sie die „Luft“ spür-, sicht- und hörbar machten. Was sind Federn und wozu sind sie gut? Warum können Vögel fliegen und wie funktioniert der Vogelflug? Das Herbstprojekt „Luft und Vögel“ brachte das Thema mit vielen Spielen, Geschichten, Experimenten und kreativen Bastelarbeiten den Kindern näher. Ein Ausflug in die Nachbarschaft, wo es „echte“ Hühner, Goldfasane, Zwergwachteln, Kanarienvögel, Zebrafinken und Diamanttauben „hautnah“ zu bestaunen gab, rundete das Projekt ab.

Die Naturerlebnistage der BUND Kreisgruppe Mainz-Bingen decken ein weites Spektrum ab, um die Kinder für ihre Umwelt zu sensibilisieren. „Natürliche Eigenschaften der Kinder wie Neugier, Abenteuerlust und Experimentierfreudigkeit nutze ich aus, um ihnen Kenntnisse und ökologische Zusammenhänge spielerisch zu vermitteln“, so Stevens bei der Beschreibung ihrer Ziele. „Die Kinder bauen dabei ein zunehmendes Umweltbewusstsein auf und sammeln positive Erfahrungen in der Natur, was heutzutage sehr wichtig ist in einer von Computer und Fernsehen geprägten Umgebung.“ Auch die Erzieherinnen der Kindertagesstätte profitierten: Bei diesem Langzeitprojekt lernten sie attraktive und kreative Methoden kennen, die Natur und Umwelt spielerisch zu entdecken. So können sie ihre Erfahrungen auch in Zukunft weitergeben.






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