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GEO-Tag der Artenvielfalt 2010


Lilagoldener Feuerfalter
Heide-Grünwidderchen
Hauhechelbläuling
Blutströpfen

 

Lilagoldener Feuerfalter, Perlmutterfalter und Co. auf Magerwiesen im Binger Wald

Auch in diesem Jahr nahm die BUND Kreisgruppe Mainz-Bingen wieder am GEO-Tag der Artenvielfalt teil. Mit 11 Teilnehmern -vorwiegend Studenten der Fachhochschule Bingen- ging es am 20. Juni zu den Magerwiesen bei Manubach in den Binger Wald. Ziel der Exkursion: Eine Bestandsaufnahme der dort vorhandenen Schmetterlingsarten. Fachlich betreut und geleitet wurde die Exkursion von Wolfgang Düring, Schmetterlingsexperte der BUND Kreisgruppe Mainz-Bingen.

Obwohl die vielen wilden Orchideen größtenteils bereits verblüht waren, präsentierten sich die Magerwiesen in schönster Blütenpracht. Am blühenden Spitzwegerich hatte der Wegerich-Scheckenfalter gerade seine Eier abgelegt. Die Weibchen des Lilagoldenen Feuerfalters bevorzugten für ihre Eier den ebenfalls blühenden Sauerampfer. An Brennnesseln konnte die Exkursionsgruppe Raupen des Tagpfauenauges, des Kleinen Fuchses und des Landkärtchens entdecken und auf dem Weißdornstrauch die Eier des Baumweißlings. Zwei Raupen des Schwalbenschwanzes bekriegten sich auf einer Kleinen Bibernelle. Wolfgang Düring setzte eine der winzigen ca. 5 mm großen Raupe auf eine andere Pflanze um und beendete so den Überlebenskampf zwischen den Kontrahenten. Auch eine recht bunte Raupe des Wolfsmilch-Ringelspinners wurde ausgiebig fotografiert und dokumentiert.

Insgesamt bestimmten die Teilnehmer bei bewölktem Himmel und kühlen 17 °C 16 verschiedene Falterarten. Darunter auch ein frisch geschlüpftes Männchen des Lilagoldenen Feuerfalters, der ruhig auf einer Pflanze sitzend seine wunderschön gefärbten Flügel präsentierte. Des Weiteren wurden Braunfleckige Perlmutterfalter, Hauhechelbläulinge, das Kleine Wiesenvögelchen, Ochsenauge, Wachtelweizen-Scheckenfalter, Wegerich-Scheckenfalter und der Rotkleebläuling gesichtet. Einige Nachtfalterarten konnten nicht bestimmt werden. Mit Sicherheit wurden aber die auffällig gefärbten Nachtfalter Heide-Grünwidderchen und Blutströpfchen erkannt, zumal sie sich auch ruhig auf den Finger nehmen ließen.

Nach ca. 4 Stunden (2 Stunden länger als geplant!) machten sich die letzten Teilnehmer auf den Heimweg. Auf dem Rückweg zum Parkplatz entdeckten sie in den Pfützen wieder zahlreiche Bergmolche. Wolfgang Düring blieb bei nun schönerem Wetter ein wenig länger. Die Geduld lohnte sich, so konnte er noch drei weitere Schmetterlingsarten bestimmen: den Mädesüß-Perlmutterfalter, den Großen Perlmutterfalter und den Sonnenröschen-Bläuling.

Fazit: Alle Teilnehmer der Schmetterlingsexkursion waren begeistert von der Schmetterlingsartenvielfalt auf den Magerwiesen bei Manubach. Wolfgang Düring wird diese Exkursion sicherlich auch 2011 wieder anbieten. 

Der Erlebnisbericht wurde in der Broschüre "Geo-Tag der Artenvielfalt 2010" der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz veröffentlicht.

Die online durchblätterbare Broschüre können Sie sich hier ansehen. Unseren Bericht finden Sie auf den vorletzten Seiten.






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